Süßwasser ist eines der bedeutendsten Elemente für das Leben auf der Erde. Es ist unersetzbar für die Nahrungsmittelerzeugung und als Energiequelle. Sauberes Wasser ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme und für die Gesundheit des Menschen.
Aber:
1,1 Milliarden Menschen, etwa ein Sechstel der Weltbevölkerung, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. 40 Prozent der Weltbevölkerung verfügen nicht über eine adäquate Abwasserentsorgung. Täglich sterben 6.000 Kinder an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen werden. Verschmutztes Trinkwasser und mangelhafte Abwasserentsorgung sind die Ursache für 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern. Eine einzige Toilettenspülung in den Industrieländern verbraucht so viel Wasser, wie eine Person in einem Entwicklungsland pro Tag für Waschen, Trinken und Kochen zur Verfügung hat.
Deshalb:
Das Internationale Jahr des Süßwassers 2003 soll Wege aufzeigen, wie der globalen Wasserproblematik begegnet werden kann. Es soll als internationale Plattform für Ideen dienen, um geeignete Initiativen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte zu entwickeln und voran zu bringen.
Das internationale Jahr des Süßwassers soll die Welt mobilisieren, ihre Verantwortung für die Wasserressourcen stärker wahrzunehmen. Benötigt werden effiziente Bewässerungssysteme, Landwirtschaft und Industrie müssen mit viel weniger Gift und Pestiziden auskommen und in die Wasserversorgung muss stärker investiert werden. Im Mittelpunkt steht, auf die Erreichung des Jahrtausendziels hinzuwirken, nämlich bis zum Jahr 2015 die Zahl der Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Zum Auftakt des Internationalen Jahres des Süßwassers 2003 am 12. Dezember hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan eine
Erklärung veröffentlicht.