Rundschreiben Nr. 2/ 2003
vom 19.03. 2003
Inhalt 1. Aktuelle Nmin Ergebnisse aus dem Fuhrberger Feld
2. Empfehlung zur N-Düngung bei Getreide
3. Düngung zu Kartoffeln
4. Einladung zum Tag des Wassers ins Wasserwerk Grasdorf
- Aktuelle Nmin Ergebnisse aus dem Fuhrberger Feld
Am Wochenende 7. 10.3. wurde die erste Nmin- Beprobung in diesem Jahr durchgeführt. Beprobt wurden alle Dauerflächen, die mit Wintergetreide oder -raps bestellt waren und die auf denen Sommergetreide angebaut werden soll. Da die Böden so lange tiefgefroren waren, konnte diese Beprobung erst so spät stattfinden. Untersucht wurden 72 Flächen, 50 davon sind in die folgende Auswertung mit eingegangen. Bei den anderen Schlägen hat sich der bereits gedüngte Stickstoff schon so weit verlagert, dass er trotz des Entfernens der oberen 10 cm der Probe, das Ergebnis beeinflusst hat.
Tab. 1: Frühjahrs- Nmin- Werte 2003 im Abhängigkeit vom Bewuchs im Winter 2002/2003
(Angaben in kg N/ha Nitrat und Ammonium sind zusammengefasst)
|
Tiefe
in cm |
Winter-
Getreide
n = 29 |
Zwischen-frucht
n = 7 |
Schwarz-brache
n = 4 |
Winterraps
n = 4 |
Grünland
n = 6 |
|
0 30 |
21 |
26 |
24 |
23 |
12 |
|
30 60 |
9 |
9 |
10 |
8 |
5 |
|
60 90 |
7 |
8 |
8 |
7 |
3 |
|
0 90 |
37 |
43 |
42 |
38 |
20 |
|
Minimum |
14 |
21 |
23 |
20 |
8 |
|
Maximum |
68 |
64 |
58 |
60 |
40 |
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte etwa 10 bis 15 kg N/ ha höher. Die LWK Hannover geht davon aus, dass die langen Frostperioden die Verlagerung des Stickstoffs in tiefere Bodenschichten verhindert haben und sogar zu einem kapillarem Aufstieg des Bodenwassers geführt haben.
- Empfehlung zur N-Düngung bei Getreide
Die folgende Tabelle gibt zur Düngeempfehlung bei Getreide einen Auszug aus der Nmin- Methode der LWK Hannover wieder.
Tab. 2: Düngeempfehlung nach der Nmin- Methode zu Getreide
|
Pflanzenart |
Probenahmetiefe (cm) |
Sollwert incl. Nmin
(kg N/ha) |
Vegetationsbeginn
(kg N/ha) |
Schossen
(EC 30-32)
(kg N/ha) |
Spätgabe
(kg N/ha) |
|
Winterraps |
0 - 90 |
200 |
130- Nmin |
70 |
|
|
Wintergerste |
0 - 90 |
170 |
50 |
90 - Nmin |
Rest bis 170 N |
|
Winterroggen |
0 - 90 |
150 |
60 |
90 - Nmin |
Spätgabe nicht mehr wirtschaftlich |
|
Tritikale |
0 - 90 |
190 |
50 |
80 - Nmin |
60 |
|
Braugerste |
0 60 |
120 |
120 - Nmin |
- |
- |
|
Hafer |
0 60 |
100 |
100 - Nmin |
- |
- |
Bitte beachten: Beim Wintergetreide bitte den mineralisierten Stickstoff (Nmin) im Boden bei der 2. N-Gabe berücksichtigen. Eine Spätgabe zu Roggen wird aufgrund der Roggenpreise von der offiziellen Düngeberatung der Landwirtschaftskammer nicht mehr empfohlen, ggf. bei Vermehrung.
- Düngung zu Kartoffeln
Die Europlant Pflanzenzucht hat schon seit mehreren Jahren ein praxisbewährtes Düngungsschema zur Stickstoffdüngung ihrer Kartoffelsorten herausgegeben (Europlant Carsten Meyer: 04131/ 7480527).
Tab. 3: Düngeempfehlung zu Kartoffeln (Europlant) (Angaben in kg N/ha)
| |
Empfehlung |
Beispiel |
|
Gesamt N-(Sollwert) |
160 |
160 |
|
Bodenvorrat |
|
- Nmin |
- 30 |
|
Ertragsniveau |
Über 450 dt |
+ 20 |
+ 20 |
|
Vorfrucht |
Leguminsen, Brache , Raps |
- 20 |
|
|
Vorfrucht |
Zuckerrübe |
- 30 |
|
|
Zwischenfrucht |
Abgefahren |
- 10 |
|
|
Zwischenfrucht |
Eingearbeitet |
- 20 |
- 20 |
|
Boden |
Sehr humusarmer Sand |
+ 20 |
+ 20 |
|
Sorte |
Hercules, Kuras, Produzent, Prudenta, Taiga, Tomba, |
- 30 |
- 30 |
|
Sorte |
Amado, Calla, Ponto, Thomana, Oktan |
- 20 |
|
|
Sorte |
Tomensa, Tempora, Goldika, Opus, Olga, Roberta, Mentor |
0 |
|
|
Verwertung |
Pflanzkartoffeln |
- 30 |
|
|
Viehbesatz |
Langj. Gülle/Mist; 1,5-2,0 GV/ha |
- 20 |
|
|
Viehbesatz |
Langj. Gülle/Mist über 2 GV/ha |
- 40 |
|
|
Notwendige mineralische/ organische N-Gabe |
|
120 |
In dem Rechenbeispiel wird (auf humusarmem Standort, langjährig ohne organ. Düngung) die Sorte Kuras mit einer Ertragserwartung über 450 dt/ha nach Zwischenfrucht angebaut. Der N-Bedarf für die Sorte Kuras beträgt demnach 120 kg N/ha. Rechnen Sie sich Ihre Sorten auch mal nach diesem Schema durch.
- Einladung zum Tag des Wassers am 22.03. ins Wasserwerk Grasdorf
Am 22.03.03, ab 9.30 Uhr findet unter dem Motto Kinder sind die Zukunft und die Zukunft braucht Wasser" der Tag des Wassers in unserem Wasserwerk Grasdorf statt. Dort gibt es zum Thema Wasser viele Informationen und Aktionen (z.B. Life Musik, Wasser-Quiz, Kinderzirkus außerdem Führungen durchs Wasserwerk und entlang des Wasserlehrpfads)
Das Wasserwerk liegt in Laatzen in der Leineaue. Fahren Sie aus Hannover kommend die Hildesheimer Str. bis zum Krankenhaus Agnes Karl, dort rechts, dann der Beschilderung folgen.
(S-Bahn Linie 2). Wir würden uns über Ihren Besuch freuen.
Mit freundlichen Grüßen
für die Kooperation im Fuhrberger Feld
GWS- Koordination der Stadtwerke Hannover AG